Wenn wichtige Mitarbeiter gehalten werden sollen, denken viele Unternehmen zuerst an eine Gehaltserhöhung.
Das ist nachvollziehbar.
Doch wirtschaftlich betrachtet ist sie häufig nicht die wirkungsvollste Lösung.
Der Denkfehler vieler Unternehmen
Eine Gehaltserhöhung verursacht nicht nur die zusätzlichen Bruttokosten.
Dazu kommen:
- Lohnnebenkosten
- zukünftige Gehaltsanpassungen
- steigende Personalkosten über viele Jahre
Trotzdem entsteht oft nur ein kurzfristiger Effekt.
Wer ausschließlich aufgrund eines höheren Gehalts bleibt, kann beim nächsten Angebot erneut wechseln.
Die Kosten bleiben beim Unternehmen.
Die Bindung nicht unbedingt.
Mitarbeiterbindung muss strategisch sein
Eine betriebliche Altersvorsorge verfolgt einen anderen Ansatz.
Sie schafft einen langfristigen Nutzen für Mitarbeiter und wird meist nicht als reine Konsumausgabe wahrgenommen.
Gleichzeitig kann sie ein wichtiger Baustein sein für:
- Mitarbeiterbindung
- Arbeitgeberattraktivität
- langfristige Personalstrategie
- Differenzierung im Wettbewerb um Fachkräfte
Deshalb sehe ich bAV nicht als Versicherungsprodukt.
Ich betrachte sie als Führungs- und Unternehmensinstrument.
Die wichtigste Frage lautet nicht:
Welche Lösung kann ich kaufen?
Sondern:
Welche Mitarbeiter möchte ich langfristig halten?
Genau hier beginnt die CFO-Perspektive.
Zunächst wird analysiert:
- Welche Funktionen sind kritisch?
- Welche Schlüsselpersonen tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg bei?
- Welche Kosten entstehen bei einer Kündigung?
- Welche Alternativen gibt es?
Erst danach wird entschieden, ob und in welcher Form eine betriebliche Altersvorsorge sinnvoll ist.
Der häufigste Fehler bei der bAV
Viele Unternehmen investieren in ein gutes Vorsorgemodell.
Danach passiert jedoch fast nichts.
Warum?
Weil die Mitarbeiter nicht verstehen, welchen Nutzen sie erhalten.
Ein Benefit, den niemand wahrnimmt, bindet keine Mitarbeiter.
Er verursacht lediglich Kosten.
Deshalb gehört für mich zur Einführung einer betrieblichen Altersvorsorge immer auch eine verständliche Kommunikation gegenüber den Mitarbeitern.
Keine Produktentscheidung ohne Analyse
Als unabhängiger Berater verkaufe ich keine Versicherungsprodukte.
Meine Aufgabe besteht darin:
- die Ausgangssituation zu analysieren
- Varianten zu vergleichen
- wirtschaftliche Auswirkungen zu bewerten
- eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen
Die Umsetzung erfolgt anschließend durch spezialisierte Partner.
Die Frage lautet nicht:
„Welche betriebliche Altersvorsorge soll ich abschließen?“
Die bessere Frage lautet:
„Welche Maßnahme hilft meinem Unternehmen am wirksamsten, Leistungsträger langfristig zu halten?“
Manchmal ist das eine betriebliche Altersvorsorge.
Manchmal sind es andere Maßnahmen.
Entscheidend ist, dass die Entscheidung auf Zahlen basiert.
Nicht auf Verkaufsargumenten.
Denn gute Unternehmer treffen keine Produktentscheidungen.
Sie treffen Managemententscheidungen.
Und genau dabei unterstütze ich.
Ich rechne, bevor ich empfehle.